Dennis Winter (geborener Leiffels) ist ein preisgekrönter Investigativjournalist, Formatentwickler und Produzent. Er gehört zu den prägenden Stimmen einer Generation von Medienschaffenden, die den Journalismus ins digitale Zeitalter geführt haben. Als Gründer des Youtube-Formats Y-Kollektiv, das mit über einer Million Abonnenten und mehr als 400 Millionen Abrufe zu den einflussreichsten journalistischen Marken für junge Zielgruppen in Deutschland zählt, hat er die visuelle Erzählweise des New Journalism maßgeblich mitgeprägt.
Seine Arbeit ist kompromisslos in der Recherche, klar in der Haltung und präzise in der Sprache. Früh machte er durch investigative Arbeiten über Machtmissbrauch und extremistische Netzwerke auf sich aufmerksam. Seine Enthüllung der sogenannten „Schweinekopf-Party“ beim Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr führte bundesweit zu politischen Konsequenzen und wurde 2018 mit dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet.
Karriere und Leistungen
Nach seiner Ausbildung in Informationstechnik und einem Journalismusstudium in Bremen und Australien begann Winter seine Laufbahn bei Radio Bremen. Dort berichtete er für buten un binnen, das ARD-Morgenmagazin und die Tagesschau. In dieser Zeit entwickelte er die ersten jungen Webformate der ARD-Tagesschau und trug zur Gründung von funk bei. 2016 gründete er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen das Y-Kollektiv und die Produktionsfirma Sendefähig GmbH in Bremen und Berlin. Für die Arbeit wurde das Team mehrfach ausgezeichnet und nominiert u.A. Grimme-Preis, Grimme Online, KFW Award Gründen, Ondas Medienpreis, Preis für Popkultur, Alternativer Medienpreis, Webvideopreis und Goldene Kamera Digital Award.
Neun Jahre führte er die Produktionsfirma mit bis zu 40 Mitarbeitenden als Geschäftsführer. Unter seiner Leitung avancierte das Y-Kollektiv zu einer der stärksten jungen Marken der ARD. Er entwickelte Formate wie Rabiat (ARD), Radikale Ideale (SWR), Da geht was Deutschland (ZDF), Geständnisse eines Neonazis (ZDF), sowie Podcasts und reichweitenstarke Social-Kanäle (Mordlust).
Presse & Medien
- Beitrag im Fachbuch „Journalismus auf der Couch: So kommen wir aus der Krise“ von Astrid Prange de Oliveira und Ellen Heinrichs, gemeinsam mit renommierten Journalist:innen und Medienkritiker:innen wie Isabel Schayani, Maren Urner, Giovanni di Lorenzo und Ulrik Haagerup.
- Vortrag auf der Tincon, der führenden Konferenz für junge Medienmacher und digitale Innovationen.
- Erwähnung im Buch von Professor Janis Brinkmann zum Thema subjektiver Journalismus als Beispiel für investigative und persönlich erzählte Reportagen.
- Interview und Podcast der Körber-Stiftung zum Thema „Journalismus für Digital Natives“, mit ausführlichen Einblicken in die Arbeit des Y-Kollektivs.
Seine Mission: Journalismus, der Haltung zeigt, Nähe schafft und Relevanz beweist – für eine Generation, die die Wahrheit im Stream sucht.